5. Mai, 2017 10:55

Vegane Rohkost – das klingt hart, aber meine Erfahrungen damit waren überaus positiv. Diese Ernährungform hat viele Vorteile. Mal abgesehen davon, dass man nicht am Herd stehen muss und sich somit viel Zeit spart, spricht die Gesundheit dafür. Es ist ein völlig anderes Körpergefühl, wenn man sich vegan und rohköstlich ernährt. Aber eins nach dem anderen.

Warum vegane Rohkost?

  1. Gut für den Körper
    Wenn man dem Körper keine Schlacken hinzufügt, wird nicht so viel Energie für die Verdauung verschwendet und man fühlt sich leicht, beschwingt und vital.
    Folgen:
    – geringerer Schlafbedarf
    – reinere und straffere Haut
    – mögliches Übergewicht und Speckfalten verschwinden
    – höhere Dehnbarkeit bei Yoga
    – mehr Ausdauer beim Sport
    – mehr Muskelkraft, da Fettpolster verschwinden
  2. Gut für die Seele
    Emotionale Ausgeglichenheit ist ein großer Vorteil von veganer Rohkost. Es fehlen die von außen hervor gerufenen Höhepunkte des Zuckerspiegels und es gibt dann zwar keine Highs, aber auch keine Downs. Und vegane Rohkost heßt für mich auch: wenig essen +  lange kauen. Somit steigt auch die Achtsamkeit. Ich beiße in diese Apfelspalte, ich fühle, wie der Saft in meinem Mund ausgequetscht wird, ich nehme das Aroma des Apfels und die knackige Konsistenz im wahr. Ich bin hier, ich kaue und genieße.
  3. Gut für den Geist
    Wisst ihr noch, wie man sich nach einem reichhaltigen Essen fühlt? Müde, träge, benebelt. Der Geist wird träge. Durch vegane Rohkost steigert sich die Leistung und Konzentrationsfähigkeit. Und da die Achtsamkeit steigt, macht man weniger Fehler, weil man bei der Sache ist. Man ist nicht abgelenkt durch die im Körper rauschenden Zuckermoleküle.

Und nun zu der Frage: WIE?

Easy. Der Umstieg auf vegane Rohkost ist nicht schwer: Lebensmittel kaufen und behalten, nicht Lebensmittel weg geben. Zu Lebens-Mitteln gehört für mich Essen, dass man roh, gekeimt oder aufgequollen verzehren kann UND das vegan (nicht aus tierischer Abstammung) ist. Eine Ausnahme des Veganismus ist für mich Honig.

Wie sieht mein Tag aus? Was esse ich so den ganzen Tag? Und habe ich Hunger?

Mein Tag beginnt um vier-fünf Uhr. Ich wache voller Frische und Tatendrang auf, meditiere eine halbe Stunde und mache dann Yoga und evtl. Ausdauer- oder Muskeltraining (sprich: Ich tanze mit Kopfhörern wild im Zimmer, nein Quatsch, ich gehe auch joggen und schwimme auch gerne). Die Kinder fertig für die Schule machen, am Vormittag schreiben oder arbeiten oder Haushalt, zwischendurch Yoga. Mittags einen Still-Point einlegen und die Kinder abholen, dann den Nachmittag zusammen verbringen und zusammen was zum Abendessen machen. Und am Abend noch eine halbe Stunde Yoga, diesmal meistens nicht als Ganzes, sondern 5-10 Minuten zusammen mit den Kindern,  10-15 Minuten, wenn ich die Kleine schlafen lege, noch mal 5-10, wenn die Große im Bett ist.

Nun zum Essen: Der Tag beginnt mit Smoothie oder Birne. Ich mag es weich und süß in der Früh. Getreide tut meinem Magen da noch nicht gut, das kommt meistens Mittags als Brei oder aufgequollen dran. Ich kann keine Uhrzeiten nennen, weil ich jeden Tag anders Hunger hab, meistens esse ich jedoch alle 2,5-3 Stunden. Obst, ein wenig Nüsse und Gemüse am Vormittag und viel Gemüse sowie ein wenig Obst (Kiwi z. B.) am Nachmittag. Trockenobst und Rosinen gehören auch noch zu meiner Ration.

Hunger? Klar! Und ich freue mich über jedes Signal meines Körpers, dass er Nachschub braucht, weil ich mich dann verwöhnen kann. Für Anfänger des intuitiven Essen ist es manchmal schwierig zu erspüren, ob es Hunger ist oder nur Lust bzw. Appetit. Der echte Hunger kommt bei mir wie gesagt alle 2-3 Stunden, wobei ein Apfel schon eine Mahlzeit ist und dann ist klar, dass der Magen schneller knurrt als wenn ich einen Brei esse.

Habt ihr Fragen zu veganer Rohkost? Oder wünscht ihr euch „Rezepte“? Schreibt mir!


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